Cyber-Mobbing unter Schülern

Stal­king oder juris­tisch Nach­stel­lung (§ 238 StGB)

Das “obses­si­ves Ver­fol­gen” ver­fol­gen einer Per­son tritt am häu­figs­ten in Erschei­nung, wenn Täter und Opfer zuvor eine Bezie­hung oder Ehe geführt haben oder aber das Opfer den Wunsch des Täters (es kann auch eine weib­li­che Täte­rin sein) nach einer Bezie­hung zurück­weist. Es gibt aber auch Fäl­le, wo Täter und Opfer sich nicht ken­nen (z.B. bei Pro­mi­nen­ten, Künst­lern, aber auch die net­te Ver­käu­fe­rin oder Nach­ba­rin, wo sich der Täter/​die Täte­rin nicht trau­en, offen ein Gespräch zu suchen, um eine mög­li­che Bezie­hung zu klä­ren).

Die Erschei­nungs­for­men des Nach­stel­lens sind viel­fäl­tig. Zunächst ein­mal kom­men z.B. Lie­bes­be­zeu­gun­gen, wie z.B. Blu­mensen­dun­gen, Lie­bes­brie­fe und Geschen­ke in Fra­ge. Was anfäng­lich viel­leicht noch schmei­chel­haft ist, kann sehr schnell stö­rend wer­den. Wenn der Täter/​die Täte­rin muti­ger gewor­den ist oder gar den Anschein hat, dass die “Bemü­hun­gen” bei Ihnen auf frucht­ba­ren Boden fal­len, kom­men Tele­fon­an­ru­fe, SMS oder Whats­App-Nach­rich­ten und E-Mails. Sie soll­ten sehr schnell und unmiss­ver­ständ­lich klar machen, dass Sie kei­ne Bezie­hung wün­schen.

Was kön­nen Sie selbst unter­neh­men?
Ein wirk­sa­mes Mit­tel um läs­ti­ge Anru­fer los­zu­wer­den, ist der Ein­satz einer Tril­ler­pfei­fe. Nach­dem Sie erkannt haben, dass der Stalker/​die Stal­ke­rin am Tele­fon ist, tril­lern Sie laut und lang anhal­tend in den Tele­fon­hö­rer. Der Anrufer/​die Anru­fe­rin kann dadurch durch­aus einen Hör­sturz erlei­den, was jedoch durch Not­wehr gerecht­fer­tigt ist.

Sie kön­nen bei Ihrem Mobil­te­le­fon unter Anruf­ein­stel­lun­gen aus­wäh­len, dass Anru­fe mit unter­drück­ter Ruf­num­mer (“Pri­va­ter Anruf”) nicht mehr zu Ihnen durch­ge­stellt wer­den. Sol­che Anru­fe wer­den dann geblockt. Soll­te – aus wel­chem Grund auch immer – es Ihnen nicht mög­lich sein, “Pri­va­te Anru­fe” zu blo­ckie­ren, emp­fiehlt sich eine Fang­schal­tung, die Sie bei Ihrem Tele­fon­an­bie­ter bean­tra­gen müs­sen.

Auf jeden Fall soll­ten Sie die Poli­zei ein­schal­ten. Schil­dern Sie detail­liert, was was genau pas­siert ist. Füh­ren Sie ein Tage­buch und schrei­ben Sie Ihre Beob­ach­tun­gen und die fest­ge­stell­ten Beläs­ti­gun­gen mit Datum und Uhr­zeit genau auf. Blei­ben Sie bei der Anzei­ge­n­er­stat­tung ruhig und sach­lich – so emo­tio­nal Sie auch betrof­fen sind, geben Sie dem Täter /​ der Täte­rin nicht das Gefühl, dass er Macht über Sie bekommt.

Mob­bing und Bos­sing

Nach jüngs­ten Schät­zun­gen wer­den ca. eine Mil­li­on mal im Jahr Men­schen am Arbeits­platz, in der Schu­le, im Inter­net (Cyber­mob­bing) gemobbt. Es macht auch kei­nen Unter­schied, ob man in der pri­va­ten Wirt­schaft oder im öffent­li­chen Dienst beschäf­tigt ist. Selbst in der Nach­bar­schaft und auch in Part­ner­schaf­ten wird gemobbt. Wenn das Mob­bing jedoch vom Chef selbst aus­geht, dann wird das als Bos­sing bezeich­net. Mob­bing betrifft alle Alters- und Gesell­schafts­grup­pen. In Extrem­fäl­len neh­men sich die Opfer sogar das Leben, weil sie mit Ihrem Leben nicht mehr klar kom­men und kei­ner­lei Selbst­wert­ge­fühl mehr besit­zen.

Las­sen Sie es nicht soweit kom­men. Mob­bing und Bos­sing kann man bewei­sen – wenn­gleich es auch sehr schwer ist und im Ein­zel­fall von den Umstän­den abhängt. Wich­tig ist, dass Sie sich ein Tage­buch zule­gen und detail­liert auf­schrei­ben, wann wer was zu Ihnen gesagt oder unter­nom­men bzw. unter­las­sen hat. Notie­ren Sie sich, wie Sie gegen­über ande­ren Kol­le­gen benach­tei­ligt wer­den oder wel­che Gerüch­te Ihnen vom wem zuge­tra­gen wer­den. Las­sen Sie sich von ihrem Arbeit­ge­ber ein Zwi­schen­zeug­nis aus­stel­len und durch einen Fach­an­walt für Arbeits­recht über­prü­fen.

Mob­bing in der Schu­le
Man mag es kaum glau­ben, aber die Täter wer­den immer jün­ger. Die höchs­te Quo­te von Mob­bing und Gewalt gegen Leh­rer fin­det in der Grund­schu­le statt. Eltern, die glau­ben dass Schu­len Erzie­hungs­an­stal­ten sind und selbst nicht in der Lage sind, sich um ihre Kin­der zu küm­mern oder die­se zu erzie­hen, erwar­ten vom Lehr­kör­per über­mensch­li­ches. Schu­le ist eine Bil­dungs­an­stalt und Fakt ist auch, dass das Bil­dungs­ni­veau von Jahr zu Jahr sinkt.

Vor die­sem Hin­ter­grund ver­ste­cken sich Schü­ler oft hin­ter anony­men Accounts, um ihre Leh­rer /​ Leh­re­rin oder miss­lie­bi­ge Schul­ka­me­ra­den /​ Schul­ka­me­ra­din­nen im Inter­net fer­tig zu machen. Heim­lich Video-Auf­zeich­nun­gen mit ver­let­zen­dem Inhalt wer­den gepos­tet. Schwei­gen Sie nicht län­ger und suchen Sie sich die Hil­fe der erfah­re­nen Detek­ti­ve der DD-Detek­tei Dud­zus.

In extre­men Ein­zel­fäl­len wur­den ins­be­son­de­re Mäd­chen unter Dro­gen oder Alko­hol gesetzt und zu sexu­el­len Hand­lun­gen genö­tigt. Sol­che Vide­os wer­den dann zur Belus­ti­gung der Mit­schü­ler im Inter­net ver­brei­tet. Sol­che Hand­lun­gen sind schwer kri­mi­nell und die Täter sind hart zu bestra­fen – soweit das Jugend­straf­recht hier­für aus­rei­chend aus­ge­legt ist. Aber oft­mals sind die­se Täter noch nicht ein­mal straf­mün­dig, weil sie jün­ger als 14 Jah­re sind. Hier ist oft­mals ein “moti­vie­ren­des, psy­cho­lo­gi­sches Gespräch mit dem Täter” not­wen­dig, wel­ches deut­lich die Gren­zen auf­zeigt. Eini­ge unse­rer Mit­ar­bei­ter sind spe­zi­ell geschult im Umgang mit die­sen Tätern, die die Spra­che der jugend­li­chen Spre­chen und leicht ver­ständ­lich ver­deut­li­chen kön­nen. Details hier­zu bespre­chen wir nur per­sön­lich im direk­ten Gespräch.

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