Detektei-Berlin: Schwarzarbeit während der Krankschreibung = Sozialleistungsbetrug Lohnfortzahlungsbetrug

Sozi­al­leis­tungs­be­trug – Wäh­rend der Krank­schrei­bung Schwarz­ar­bei­ten

Unter Schwarz­ar­beit ver­steht das Straf­recht jeden Ver­stoß gegen das Steu­er- und Sozi­al­ver­si­che­rungs­recht. Eine immer häu­fi­ger fest­zu­stel­len­de Erschei­nungs­form ist die Schwarz­ar­beit wäh­rend der Krank­schrei­bung. Hier wer­den gleich meh­re­re Straf­tat­be­stän­de ver­wirk­licht. Neben der Steu­er­hin­ter­zie­hung sowie Ver­kür­zung etwai­ger Sozi­al­ab­ga­ben wird der Arbeit­ge­ber betro­gen, weil er durch die vor­ge­täusch­te Krank­heit zu inso­fern unge­recht­fer­tig­te Lohn­fort­zah­lun­gen ver­pflich­tet ist. Der Betrü­ger kas­siert so gleich zwei­mal ab. Bei Ent­de­ckung der Schwarz­ar­beit droht die frist­lo­se Kün­di­gung – zurecht wie wir von der DD – Detek­tei Dud­zus mei­nen.

In dem hier vor­lie­gen­den Fall hat­te Joa­chim H. immer wie­der eine Erkran­kung an der Wir­bel­säu­le ange­ge­ben, die ihn zu län­ge­ren Krank­schrei­bun­gen ver­an­lass­te. Durch einen Zufall erfuhr der Arbeit­ge­ber, (eine gro­ße Auto­re­pa­ra­tur­werk­statt), wie sein Mit­ar­bei­ter bei einem Kfz-Ersatz­teil­händ­ler Tei­le für eine Auto­re­pa­ra­tur ein­kauf­te. Sein Ver­dacht war sofort, dass sein Arbeit­neh­mer neben­bei Schwarz­ar­beit irgend­wo anders ver­rich­ten wür­de.

Vor dem Hin­ter­grund des kon­kre­ten Ver­dachts der Schwarz­ar­beit, dass der Arbeit­neh­mer wäh­rend der Krank­schrei­bung einen Lohn­fort­zah­lungs­be­trug zu Las­ten der Fir­ma begeht, beauf­trag­te der Geschäfts­füh­rer der Kfz.-Firma die DD – Detek­tei Dud­zus mit der Obser­vie­rung. Ein Foto des Mit­ar­bei­ters – auf­ge­nom­men bei der letz­ten Weih­nachts­fei­er – erleich­ter­te unse­ren Detek­ti­ven die Iden­ti­fi­zie­rung.

Detektei überführt Arbeitnehmer bei der Schwarzarbeit während der Krankschreibung. Das ist Sozialleistungsbetrug.

Joa­chim H. leis­tet Schwarz­ar­beit bei einer Hin­ter­hof Kfz.-Werkstatt wäh­rend sei­ner Krank­schrei­bung.

Die ange­setz­te Obser­va­ti­on auf die Ziel­per­son Joa­chim H. führ­te bereits am ers­ten Tag zu einem Teil­erfolg. Der Kfz.-Mechaniker konn­te bei der Abho­lung von Ersatz­tei­len beob­ach­tet wer­den und bis zum Ein­tref­fen bei einer klei­nen Hin­ter­hof-Werk­statt beob­ach­tet wer­den. Nun galt es noch fest­zu­stel­len, den Umfang der Schwarz­ar­beit zu doku­men­tie­ren. Gera­de in die­sem Bereich haben wir häu­fig fest­stel­len müs­sen, das Arbeits­ge­rich­te sich mit ein­ma­li­gen Fest­stel­lun­gen der Schwarz­ar­beit nicht zufrie­den geben. Eine gewis­se Kon­ti­nui­tät der Schwarz­ar­beit muss fest­ge­stellt wer­den.

In der Fol­ge lös­ten wir eige­ne klei­ne Repa­ra­tur­auf­trä­ge in die­ser Werk­statt aus, wobei wir dann Joa­chim H. bei der Erle­di­gung der Schwarz­ar­bei­ten beob­ach­ten und foto­gra­fie­ren konn­ten. (Anmer­kung: Das hier gezeig­te Foto ist ein Ori­gi­nal von der Obser­va­ti­on)

Der Schwarz­ar­beit über­führt – Arbeits­ver­trag sofort been­det!

Durch bei­läu­fi­ge geführ­te Gesprä­che der Detek­ti­ve konn­te dann ermit­telt wer­den, dass der betrü­ge­ri­sche Mit­ar­bei­ter bereits seit zwei Jah­ren neben­bei dort schwarz arbei­te­te. Nach einer Woche Ermitt­lungs­tä­tig­keit stell­ten wir unse­ren Abschluss­be­richt samt Foto­do­ku­men­ta­ti­on zusam­men. Der Chef und Auf­trag­ge­ber mach­te jedoch nicht viel Feder­le­sens mit sei­nem Mit­ar­bei­ter. Noch am sel­ben Abend beglei­te­ten wir den Geschäfts­füh­rer zur Woh­nung des Joa­chim H. wo wir ihn mit den Bewei­sen sei­ner Schwarz­ar­beit kon­fron­tier­ten. Anschlie­ßend wur­de Ihm ein Auf­he­bungs­ver­trag ange­bo­ten, der das Arbeits­ver­hält­nis sofort been­de­te, wel­ches auch akzep­tiert wur­de. Ein klei­ner Hin­weis auf die mög­li­chen straf- und steu­er­li­chen Kon­se­quen­zen moti­vier­ten den Mecha­ni­ker zur Unter­schrift. Er hat­te kein Inter­es­se dar­an, dass sei­ne Schwarz­ar­beit beim Finanz­amt akten­kun­dig wird.

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